Seminar Gesprächstherapie nach Rogers

Fortbildung Gesprächstherapie nach Rogers (2 WE)

Die Gesprächstherapie ist eine humanistische Psychotherapie und wird auch nicht-direktive oder personenzentrierte Psychotherapie genannt. Im Vordergrund dieser Therapieform steht nicht eine Fülle von psychotherapeutischen Interventionen, sondern die therapeutische Grundhaltung. Dieses Verfahren geht davon aus, dass der Mensch grundsätzlich nach Selbstverwirklichung strebt und er die „Lösungen“ für seine Probleme in sich trägt, diese jedoch nur in einem bestimmten klientenzentrierten Rahmen erfahren kann. Daher steht in diesem Modul die grundsätzliche Gestaltung des therapeutischen Prozesses im Vordergrund: Anerkennung, Wertschätzung, Empathie, Kongruenz und nicht-direktives Vorgehen.

Dozentin: Séverin Weber 

Gesprächstherapie nach Rogers Seminar an der HPA Schule Norderstedt

Nächster Ausbildungsbeginn

28. & 29.09.2024 | 12. & 13.10.2024

jeweils von 10-17 Uhr

Was wir bieten

Inhalte & Ablauf Deines Seminares

Entwicklungsgeschichte

Carl Rogers, ein amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut, entwickelte in den 1940er Jahren in den USA die Personenzentrierte bzw. Klientenzentrierte Gesprächstherapie, die einen wichtigen Teil der Humanistischen Psychologie ausmacht.

Im Zentrum dieser Therapie steht die Beziehung zwischen Klient und Therapeut. Basierend auf der Annahme der „Selbstverwirklichungs- und Vervollkommnungstendenz“ geht diese Methode davon aus, dass jeder Mensch alles in sich trägt, was für seine Heilung oder Weiterentwicklung benötigt wird.

Es handelt sich um eine nicht-direktive Gesprächspsychotherapie, bei der der Klient gemeinsam mit dem Therapeuten verschiedene Phasen in einer warmen und vertrauensvollen Atmosphäre durchläuft. Nachdem der Klient mithilfe des Therapeuten seine Gefühle und Gedanken, sowohl positive als auch negative, erkannt und ausgedrückt hat (Selbstexploration), hilft der Therapeut ihm, seine Gefühle zu verbalisieren, ohne dabei einzugreifen, sodass der Klient sich vollständig verstanden fühlt: „Genau so habe ich es gemeint.“ Dadurch erreicht der Klient eine höhere Selbstwahrnehmung und Reflexion (Selbstkonzept). Wenn das Selbstkonzept („ich bin“) nicht mit dem Idealen Selbst („ich sollte sein“) übereinstimmt, spricht man von Inkongruenz, die den Wunsch oder die Notwendigkeit nach Hilfe oder Unterstützung durch einen Therapeuten auslösen kann.

Nach Rogers sind drei Grundhaltungen und Qualitäten des Therapeuten für eine erfolgreiche Gesprächstherapie unerlässlich:

1. Kongruenz – Echtheit und Wahrhaftigkeit gegenüber dem Klienten in seiner Haltung.
2. Empathie – Einfühlsames Verstehen der Welt und der Probleme aus der Sicht des Klienten und die Fähigkeit, diese Empathie dem Klienten zu kommunizieren.
3. Respekt – Bedingungslose positive Wertschätzung gegenüber dem Klienten.

Lehrinhalte

In diesem Modul wird die Arbeitsweise der Gesprächstherapie erklärt und praktisch geübt. Dies erfolgt anhand eigener Beispiele, Rollenspiele und Gruppendiskussionen.

Themen:

– Grundlagen der Gesprächstherapie
– Das humanistische Weltbild als Basis der Beratung/Therapie
– Die Haltung des Beraters/Therapeuten als Grundlage für eine wertschätzende Beratung/Therapie
– Der Klient/Patient als Experte seiner Lebenswelt
– Die Gestaltung der Beziehung zwischen Klient und Therapeut
– Was bedeutet klientenzentrierte Beratung?

Übungen zum Thema:

– Empathie
– Aktives Zuhören
– Fragen stellen
– Spiegeln
– Kongruenz und Authentizität des Beraters/Therapeuten

Deine Investition

Einmalzahlung HPA Schüler (2 WE) 560€ – Ratenzahlung 2 x 280€

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